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SÜD-TIROLER FREIHEIT | 04.02.2019 | 15:11

Gescheitertes Verkehrsmanagement: Wäre Stau-Chaos auf Brennerautobahn vermeidbar gewesen?

Das Stau-Chaos auf der Brennerautobahn hat am vergangenen Wochenende den gesamten Verkehr zum Erliegen gebracht. Tausende Autofahrer waren bei Eiseskälte über Stunden in ihren Fahrzeugen eingeschlossen. Inzwischen häufen sich die Mitteilungen betroffener Autofahrer, die auf die fehlende Staukoordinierung und die mangelnde Information hinweisen. Die Süd-Tiroler Freiheit wird diesen Mitteilungen mit einer Anfrage im Landtag nachgehen, um aufzuklären, ob das Stau-Chaos vermeidbar gewesen wäre. Vor allem aber geht es darum, das Verkehrsmanagement zu verbessern, damit sich so etwas nicht noch einmal wiederholt, so der Landtagsabgeordnete Sven Knoll.

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.ZoomansichtSven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.

Das Verhalten der LKW-Fahrer, die trotz starkem Schneefall mit Sommerreifen und teilweise ohne Schneeketten über den Brenner fahren wollten und dabei sogar das Überholverbot missachteten, ist unverantwortlich. Es tut daher Not, dass die Verantwortlichen bestraft werden.

In diesem Zusammenhang muss aber auch geklärt werden, warum die Autobahngesellschaft und die Straßenpolizei diese LKW überhaupt hat so weit fahren lassen. Die straken Schneefälle kamen nicht überraschend, sondern waren seit Tagen angekündigt. Die LKW hätten schon wesentlich weiter südlich auf ihre Wintertauglichkeit überprüft werden müssen.

Völlig unverständlich erscheint auch der Umstand, warum die Leitplanken nicht in bestimmten kontrollierten Abschnitten geöffnet wurden, um die Autos über die Südspur abfahren zu lassen und den Stau somit aufzulösen.

Auch in Nord-Tirol bildete sich im gesamten unteren Wipptal - als Folge der Autobahnsperre - ein kilometerlanger Stau. Den ganzen Vormittag über wurde in den Verkehrsinformationen bemängelt, dass überhaupt keine Informationen aus Süd-Tirol kommen und Autofahrer somit ungewarnt in den Stau fahren würden. Auf den elektronischen Hinweisschildern in Süd-Tirol steht zudem immer nur „Schneefall bis Brenner“, obwohl es auch in Nord-Tirol schneit. Autofahrer werden mit dieser Fehlinformation in die Irre geführt. Ein gemeinsames Verkehrsmanagement zwischen Nord- und Süd-Tirol, sowie ein lückenloser Austausch der Verkehrs- und Wetterdaten ist daher dringend notwendig.

Es geht ausdrücklich nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die Frage, was man in Zukunft besser machen kann, um ein solches Stau-Chaos zu vermeiden, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll. 

Abschließend sei den vielen Rettungskräfte gedankt, die die eingeschlossenen Autofahrer bestmöglich betreut haben und ohne deren Einsatz das Chaos noch viel größer gewesen wäre.

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.


(STF)