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Die Freiheitlichen | 21.03.2022 | 10:19

Landesregierung hat 100 Millionen in den Sand gesetzt!

Während Südtirols Bürger und Familien derzeit mit ihrem Geld besonders penibel haushalten müssen, geht es im Landeshaushalt um einiges lockerer zu: Jedes Jahr verzichtet die Landesregierung auf Strom im Wert von über 12,5 Millionen Euro. Allein in den letzten acht Jahren sind Südtirol dadurch über 100 Millionen Euro aus den Abgaben der Wasserkraftwerke verloren gegangen. Dies bestätigt Energie-Landesrat Giuliano Vettorato (Lega) in seiner jüngsten Antwort auf die Landtagsanfrage von F-Abgeordneten Andreas Leiter Reber.

L. Abg. Andreas Leiter Reber - Foto: Freiheitliche LandtagsfraktionZoomansichtL. Abg. Andreas Leiter Reber - Foto: Freiheitliche Landtagsfraktion

Bekanntlich sind die Konzessionäre der großen Wasserkraftwerke vom Autonomiestatut dazu verpflichtet dem Land jährlich eine bestimmte Menge an Strom abzutreten, damit öffentliche Dienste oder bestimmte Verbrauchergruppen unentgeltlichen oder verbilligten Strom nutzen können. Bislang hat die Landesregierung diesen Strom jedoch nie übernommen oder als Strombonus an die Bürger weitergegeben, sondern sich stattdessen eine weit geringere Summe als Gegenwert auszahlen lassen.
Zwischen 9 und 14 Millionen Euro sind so jedes Jahr für unsere Landeskasse verloren gegangen“, rechnet Leiter Reber vor. „Es ist sogar für diese Landesregierung dreist, allein in den letzten acht Jahren völlig unbekümmert ganze 100 Millionen Euro in den Sand zu setzen und uns weismachen zu wollen, dass ihr dieses Verlustgeschäft erst jetzt auffällt, wenn ihr das Geld plötzlich nicht mehr selbst zur Verfügung steht, sondern den Bürgern ausbezahlt werden soll. Horrende Strom- und Treibstoffpreise, kein Geld für die Anpassung der Wohnbauförderung, Gratistests oder das Wegenetz, aber gleichzeitig nur aus Bequemlichkeit über 12,5 Millionen im Jahr zu versemmeln, muss man erst hinbekommen.
Aber glücklich der Regierende in Südtirol - während anderswo angesichts der Millionenschäden Verantwortliche gesucht und Konsequenzen gefordert werden, scheint man hierzulande politisch und medial durchzukommen“, so Andreas Leiter Reber.

(FR)