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SVP - Südtiroler Volkspartei | 30.09.2021 | 09:00

Senioren sind die tragende Säule unserer Gesellschaft

Am 1. Oktober ist der Internationale Tag der älteren Generation. Dieser Tag zielt darauf ab, die Bevölkerung auf die Situation und die Themen der Seniorinnen und Senioren aufmerksam zu machen. Der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler nimmt diesen Tag zum Anlass, ein paar wesentliche Aspekte aufzuzeigen und neue Maßnahmen anzukündigen.

L.Abg. Helmuth Renzler (Foto: Oliver Oppitz)ZoomansichtL.Abg. Helmuth Renzler (Foto: Oliver Oppitz)

Mit dem Anstieg der Gesamtbevölkerung Südtirols nimmt auch der Anteil der Menschen mit einem Alter von über 65 Jahren zu. Diese Altersgruppe macht im Moment in etwa ein Fünftel der Bevölkerung aus, Tendenz steigend.

„Ältere Menschen sind fester Bestandteil einer Gesellschaft und bringen sich in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv ein. Die Politik ist gefordert, laufend Maßnahmen im Interesse der Senioren zu setzen. Deshalb werden wir auch weiterhin in verschiedenen Bereichen neue Akzente setzen“, erklärt der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzende der SVP-SeniorInnen Helmuth Renzler.

Inflationsanpassung viel zu gering: Hier müssen dringend Lösungen gefunden werden

In vielen Bereichen des Lebens sind die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu spüren, insbesondere aber im finanziellen. Auch die älteren Menschen sind direkt davon betroffen. Immer öfter reicht die Rente nicht für ein würdevolles Leben aus. Konkret gesagt fehlt immer mehr Rentenbeziehern am Monatsende das Geld in der Brieftasche. Die Renten fallen in die Zuständigkeit des Staates und hier wird man kurzfristig wohl wenig erreichen. Deshalb steht Südtirol in der Pflicht, neue Wege zu suchen.

„Die gesamtstaatliche Inflationsanpassung der Renten ist für Südtirol viel zu gering. Das Land hätte sicherlich Möglichkeiten, diesem Umstand Rechnung zu tragen und dazu beizutragen, dass die Kaufkraft der ursprünglichen Rentenbeträge auch über die Jahre hinweg beibehalten werden kann sowie Menschen mit einer zu geringen Rente noch mehr als bisher zu unterstützen. Eine solche Maßnahme ist unbedingt notwendig, da die Renten jährlich um mindestens 1,5 Prozent an Kaufkraft verlieren. Während die Lebenshaltungskosten immer weiter kontinuierlich ansteigen, verlieren die Renten immer mehr an Kaufkraft und führen dazu, dass mittelfristig immer mehr ältere Mitbürger armutsgefährdet werden. Dies darf es aber nicht geben und die Lösung dieses gesellschaftsrelevanten Problems darf nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden. Die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen müssen durch Umbuchungen aus anderen Kapiteln des Landeshaushaltes gefunden werden und das dürfte wohl nicht allzu schwierig sein und muss Priorität in der zukünftigen Landespolitik werden. Die Landespolitik ist hier in die Pflicht zu nehmen, sodass Möglichkeiten geschaffen werden, um den älteren Mitbürgern unseres Landes auch weiterhin ein würdevolles Leben, ohne sie zu Bittstellern zu machen, zu ermöglichen“, führt der Abgeordnete Helmuth Renzler aus und kündigt in diesem Zusammenhang an, demnächst einen entsprechenden Beschlussantrag im Landtag einreichen zu wollen.

Aufrechterhaltung des Familienalltags ist ohne Senioren oft nicht möglich

Die Aufrechterhaltung des Familienalltags würde in vielen Haushalten ohne die Mithilfe der Seniorinnen und Senioren gar nicht existieren. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf funktioniert in vielen Familien nur deshalb, weil die Großeltern die Betreuung der Enkelkinder übernehmen.

„Alternative Kinderbetreuungsmodelle sind sehr wichtig. Aber ein zu massiver kostspieliger Ausbau sollte vermieden werden. Es ist viel sinnvoller, die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen und, wo notwendig, gegebenenfalls bei Bedarf nachzubessern“, sagt Renzler.

Ältere Menschen als Mehrwert für Arbeitswelt nutzen

Häufig müssen Seniorinnen und Senioren, auch aufgrund des immer höher werdenden Renteneintrittsalters, noch einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Leider ist der Arbeitsplatz im zunehmenden Alter nicht immer an deren Bedürfnisse angepasst. Den noch berufstätigen Senioren muss ermöglicht werden, ihre Leistungen bestmöglich zu erbringen, in dem auch die Arbeitsplätze entsprechend dem unterschiedlichen Alter der Mitarbeitenden angepasst werden.

„Ältere Arbeitskräfte können ein großer Mehrwert für ein Unternehmen sein und sind in Zeiten großen Fachkräftemangels für die Unternehmen und Betriebe eine wichtige und gut zu betreuende Ressource. Dieses Potenzial gilt es unbedingt zu nutzen. Durch die bestmögliche Eingliederung solcher Arbeitskräfte kann ein Unternehmen durchaus relevante Umsatz- und Qualitätssteigerungen erzielen“, fasst Helmuth Renzler abschließend zusammen.


(SVP)