Contenuto principale

Alle News

Consiglio | 09.09.2021 | 17:18

Anhörung zu Frauenbeschäftigung und Lohnschere

I. Gesetzgebungsausschuss hört Fachleute und Sozialpartner zum Gesetzentwurf des Team K.

Die heutige Anhörung im Plenarsaal des Südtiroler Landtages. (Foto: Landtag/Werth)ZoomansichtDie heutige Anhörung im Plenarsaal des Südtiroler Landtages. (Foto: Landtag/Werth)

Im Plenarsaal des Landtags fand heute vor dem I. Gesetzgebungsausschuss eine Anhörung zum Gesetzentwurf des Team K zur Frauenbeschäftigung und zur Lohnschere zwischen Mann und Frau statt (Landesgesetzentwurf Nr. 82/21 – Änderungen zum Landesgesetz Nr. 5 vom 8. März 2010, „Gleichstellungs- und Frauenförderungsgesetz des Landes Südtirol“ und Änderungen zu bestehenden Bestimmungen).

Nach einer Einleitung durch LH Arno Kompatscher, in dessen Zuständigkeit auch die Gleichstellungsagenden fallen, beleuchteten Landesbeirat für Chancengleichheit, Frauenbüro, Gleichstellungsrätin und Arbeitsinspektorat die aktuelle Situation. Anschließend gaben Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände ihre Stellungnahmen ab. „Alle haben die Notwendigkeit für Maßnahmen zur Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt gesehen“, berichtet Ausschussvorsitzende Magdalena Amhof, „wobei die Wirtschaftsvertreter zurückhaltender waren, da die vorgeschlagenen Maßnahmen eher sie treffen.“

Südtirol stehe im Vergleich mit den führenden Ländern gut da, meinte Politikwissenschaftler Roland Benedikter in einem anschließenden Ausblick zum Thema, das laut OSZE-Bericht das zweitwichtigste nach der Umwelt sei. Hierzulande habe der Gendergedanke eine lange Tradition, auch unter den Parteien. Er empfahl, ein entsprechendes Maßnahmenprogramm auch mit der nötigen empirischen Grundlage zu versehen und seine Wirksamkeit abzuschätzen. In seinen Ausführungen verwies Benedikter auch auf die Blockchain-Technologie, wie sie für Kryptowährungen genutzt wird: Diese würde es ermöglichen, dass jeder selbst seine Daten verkaufen kann, anstatt sie den Internetgiganten frei zu überlassen. Damit gäbe es ein Grundeinkommen, und auch die Genderfrage erschiene in einem anderen Licht.


(AM)