Contenuto principale

Alle News

SVP - Südtiroler Volkspartei | 22.10.2020 | 10:59

Neues Staatsdekret: Öffentliche Verwaltungen müssen Smart Working anbieten

Mit Dekret der Ministerin für die öffentliche Verwaltung Fabiana Dadone werden alle öffentlichen Körperschaften verpflichtet, das Smart Working zu mindestens 50% umzusetzen. Diese Maßnahme gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2020 und dient vordergründig dem Schutz der Mitarbeiter, wobei alle Dienstleistungen auch weiterhin für die Bevölkerung und die Unternehmen garantiert werden müssen.

L.Abg. Helmuth RenzlerZoomansichtL.Abg. Helmuth Renzler

„Diese Vorgabe ist auch in Südtirol umzusetzen. Zum Schutz der Mitarbeiter und der Bevölkerung sollte auch hierzulande so viel wie möglich auf Smart Working gesetzt werden“, betont der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

Das Dekret beinhaltet eine ganze Reihe von Vorgaben. So sind die öffentlichen Verwaltungen angehalten, das Smart Working so schnell wie möglich einzuführen. Weiteres müssen die Verwaltungen Möglichkeiten finden, damit die Mitarbeiter ihre Tätigkeit zwischen Smart Working und Präsenz am Arbeitsplatz flexibel ausführen können.

„Bekanntlich sieht das Smart Working vor, dass die Arbeit unabhängig von Uhrzeit und Arbeitsort verrichtet werden kann. Aber es können durchaus auch dort sogenannte Kernzeiten definiert werden, an die sich die Arbeitnehmer halten müssen. Allerdings muss den Arbeitnehmern auch ausreichend Ruhezeit zugestanden werden sowie die Möglichkeit garantiert werden, die informatischen Arbeitsgeräte abschalten zu können“, unterstreicht Renzler.

Ausstattung mit Arbeitsgeräten

Was die Ausstattung mit Arbeitsgeräten anbelangt, so sind die öffentlichen Verwaltungen angehalten, ihren Mitarbeitern die entsprechenden Geräte zur Verfügung zu stellen. Allerdings können die Angestellten auch ihre privaten Geräte nutzen.

Die öffentlichen Verwaltungen müssen das Smart Working vor allem den Arbeitnehmern mit einer Behinderung oder den Angehörigen von Risikogruppen gewähren. Bei der Rotation des Personals in Smart Working müssen die Verwaltungen auch dem Gesundheitszustand der Familienangehörigen des Angestellten Rechnung tragen und dabei vor allem auch die Anwesenheit von minderjährigen Kindern bis zum 14. Lebensjahr in der Familiengemeinschaft, der Entfernung zwischen Wohnort und dem Arbeitsplatz des Angestellten und der Anzahl und des Typs der benutzten öffentlichen Verkehrsmittel berücksichtigen und bewerten.

„Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen steigen im Moment sehr stark an. Die öffentlichen Verwaltungen müssen alle Mittel ausschöpfen, um die Infektionen nicht noch mehr in die Höhe zu treiben. Die Führungskräfte sind dafür verantwortlich, den Dienst bestmöglich zu organisieren, damit die Mitarbeiter geschützt werden und gleichzeitig die Dienstleistung für die Bevölkerung und die Unternehmen weiterhin maximal gewährleistet ist. Eine große Herausforderung für die öffentlichen Verwaltungen, die aber dringend notwendig ist“, fasst Helmuth Renzler zusammen.


(SVP)