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SVP - Südtiroler Volkspartei | 11.02.2020 | 18:51

Investitionsförderung landwirtschaftlicher Unternehmen

Bauernvertreter im Landtag Manfred Vallazza steht den neuen Kriterien positiv gegenüber, auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten.

Manfred VallazzaZoomansichtManfred Vallazza

Es hat einige Zeit gedauert bis die neuen Richtlinien zur Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen ausgearbeitet und von der Landesregierung in der heutigen Sitzung beschlossen worden sind. Bäuerlicher Landtagsabgeordneter und Vizepräsident Manfred Vallazza resümiert den neuen Förderkatalog als positiv. Die begrenzten Mittel seien bestmöglich zugewiesen worden. Nunmehr liegen die Kriterien vor und sehen unter anderem künftig einen Verlustbeitrag für den Kauf von Transportern und Aufbauladewagen oder Metrac, Mähmaschinen mit Zusatzgeräten und dergleichen vor. Auch was die Innenmechanisierung betrifft sind Kurskorrekturen erfolgt. So ist der Betrag für förderwürdige Mindestinvestitionen auf 2.500 Euro gesenkt worden. „Früher haben Bauern nicht notwendige Anschaffungen getätigt, um auf den vorgeschriebenen Betrag zu kommen“, führt Vallazza aus. „Dem wurde nun Abhilfe geleistet“.

Von höheren Beiträgen werden künftig Bergbauernhöfe in extremen Lagen mit besonderen Erschwernispunkten profitieren. „Es ist der richtige Weg vorrangig Bauern zu unterstützen, die gewillt sind in abgelegenen Zonen weiterhin Flächen zu bewirtschaften. Heutzutage müssen wir froh sein, dass hochgelegene Hanglagen weiterhin gepflegt werden“, sagt LAbg. Manfred Vallazza. Ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit wird auch dem Wohl und der Gesundheit der Tiere ein größerer Stellenwert zugeschrieben.

Junglandwirte und Absicherung vordergründig

Begünstig werden auch verstärkt Junglandwirte. „Das ist ein wichtiger Schritt, um Hofübernahmen zu erleichtern und den Fortbestand der Höfe zu sichern“, zeigt sich Vallazza überzeugt. Es sei immer schwieriger junge Leute zu begeistern am Hof zu bleiben und diesen zu übernehmen. Schließlich sind mit Hofübernahmen immer wieder Investitionen zur Modernisierung verbunden. Weiters ist nun zwingend vorgeschrieben, dass im Vorfeld von Modernisierungsmaßnahmen finanzielle und baurechtliche Beratungen durch eine frei wählbare Beratungsorganisation erfolgen. „Beratungen sind unerlässlich, um Landwirte und deren Familien vor überstürzten Entscheidungen und unausgereiften Investitionsvorhaben zu schützen“, sagt Vallazza. „Schon einige sind auf diese Weise in schier unüberwindbare finanzielle Notlagen geraten.“ Hierdurch werde eine Kontrollinstanz eingerichtet, um zu prüfen, was im Bereich des Möglichen liegt und um zu verhindern, dass unrentable Projekte verfolgt werden. „Es ist im Sinne des Bauern gemeinsam mit fachkundigen Beratern Vorhaben einzuschätzen und eine geeignete Finanzierung wie bspw. einen günstigen Kreditrahmen festzulegen.“

Anbindeställe nach wie vor förderwürdig

„Meine persönliche Errungenschaft ist die Fortsetzung der Förderung von Anbindeställen, dort wo es nicht möglich oder sinnvoll ist einen Laufstall zu errichten“, sagt Vallazza. Hierfür muss ein Freiberufler für einen Stall, der für weniger als zehn Großvieheinheiten konzipiert ist, bescheinigen, dass ein Laufstall nicht sinnvoll ist. Beim Bau eines Stalles für einen höheren Viehbestand muss eine Beratungsorganisation hinzugezogen werden.

Gerade weil Traktoren zur Grundausstattung gehören, ist der einzige nennenswerte Wermutstropfen, dass die Anschaffung dieser nicht gefördert wird.

 

 


(SVP)