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SVP - Südtiroler Volkspartei | 12.05.2022 | 12:33

Sexueller Missbrauch: SVP begrüßt Einrichtung einer Anlaufstelle für ALLE Betroffenen

Sexueller Missbrauch ist auch in Südtirol in den Fokus zahlreicher Diskussionen gerückt. Seit mehreren Wochen wird über einen Beschlussantrag zum sexuellen Missbrauch debattiert, der in seiner ursprünglichen Form vor allem eine Aufarbeitung im kirchlichen Kontext forderte. Die Südtiroler Volkspartei appellierte an die Einbringer den Antrag im Sinne aller Betroffenen abzuändern und der sexuellen Gewalt an Minderjährigen und Schutzbedürftigen in allen Bereichen entgegenzutreten. Gemeinsam wurde ein Änderungsantrag ausgearbeitet, in welchem wertvolle Ansätze angeführt sind, denen der Südtiroler Landtag heute (Donnerstag) zustimmte.

SVP-Fraktionsvorsitzende Magdalena AmhofZoomansichtSVP-Fraktionsvorsitzende Magdalena Amhof

„Immer wieder hören wir von sexueller Gewalt. Ja, auch Missbrauch im kirchlichen Kontext gibt es in unserem Lande und bekannt gewordene Vorkommnisse haben uns wieder einmal wachgerüttelt. Fakt ist, dass wir jetzt ein Tabu brechen, dass wir die Decke des Schweigens ablegen und aktiv werden müssen. Und wir müssen dabei alle Bereiche unseres Lebens miteinschließen“, betont Amhof. Sie begrüßt die Bereitschaft des Team-K-Kollegen Franz Ploner, der die Anregungen der Mehrheit in seinem Beschlussantrag berücksichtigte und die breite Zustimmung des Südtiroler Landtages erntete.

Die SVP-Fraktion spricht sich vor allem für eine niederschwellige Kontaktstelle für alle Betroffenen aus: „Unsere prioritäre Forderung war, ist und bleibt die Schaffung einer Anlaufstelle für ALLE Betroffenen und Hilfesuchenden“, unterstreicht SVP-Fraktionsvorsitzende Amhof. Diese Anlaufstelle kann bei den Anwaltschaften des Südtiroler Landtages angesiedelt werden. Hier sollten Minderjährige und schutzbedürftige Personen künftig eine/n professionelle/n Ansprechpartner/in antreffen. „In erster Linie geht es darum, dass Betroffene aufgefangen und angehört werden – in einem zweiten Moment kann ihnen medizinische, rechtliche und therapeutische Unterstützung angeboten werden“, erklärt Amhof. Zudem sollten diverse Studien angedacht werden, welche sich mit der Erhebung und mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Südtirol befassen. In einem weiteren Schritt soll eine Kommission eingesetzt werden, die Handlungsempfehlung ausarbeitet und konkrete Maßnahmen aufzeigt. Wie die Oppositionsparteien sieht auch die SVP Initiativen zur Aufarbeitung, Sensibilisierung und Prävention für genannte Problematik als notwendig und überaus sinnvoll. Demzufolge wird die Südtiroler Volkspartei entsprechende Aktivitäten auch in Zukunft mit Überzeugung unterstützen.


(SVP)