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Die Freiheitlichen | 07.05.2012 | 16:01
Alpini-Treffen
Mair weist die Aussagen des Landeshauptmannes zurück: Kritik am Alpini-Treffen ist nicht lächerliche Polemik! Viele Menschen stört das Drumherum und der Ausnahmezustand
L.Abg. Ulli Mair
Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair weist die Aussagen des Landeshauptmannes hinsichtlich des Alpini-Treffens zurück, welcher die Polemiken und Kritiken von verschiedener Seite als lächerlich abgetan habe.
„Der Landeshauptmann macht es sich ein bisschen zu einfach mit seiner Aussage, dass das Alpini-Treffen eine große Chance für unser Land sei und indem er Kritiker als lächerliche Polemiker abkanzelt. Welchen Beitrag leistet das Land, damit es eine Chance hätte werden können? Südtirol präsentiert sich mit seiner völlig übertriebenen Beflaggung als tiefste italienische Provinz und weist eigentlich nicht wirklich auf seine Besonderheit und Andersartigkeit hin. Die Aussagen des Landeshauptmannes sind auch deshalb nicht zu akzeptieren, da immerhin die Bozner regelrecht gezwungen werden, entweder rechtzeitig aus ihren Wohnungen in der Stadt zu fliehen oder aber sich dem Lärm, dem Chaos und dem Dreck tagelang auszusetzen. Hinzu kommt: wer bleibt, sitzt fest. Nicht zu vergessen, dass es sich um das Muttertags-Wochenende handelt. Sonst wird in zahlreichen Sonntagsreden von politischer Seite die Wichtigkeit der Mütter unterstrichen, heuer fällt dieser Tag – von politischer Seite akzeptiert – dem Alpini-Treffen zum Opfer. Mütter werden aufgefordert, auch am Sonntag zu arbeiten und die Geschäfte offen zu halten. Auch die Blumenhändler dürften sich ganz besonders freuen, die den normalerweise wichtigsten Geschäftstag gerade in Zeiten der Krise heuer abhaken können. Andere Betriebe wiederum sind gezwungen, ihre Arbeit für einige Tage niederzulegen. Für viele Arbeitnehmer ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, wie sie in die Stadt kommen. Normalerweise scheuen weder die Gemeinde- noch die Landesverwaltung Mühen und Kosten, Drucksachen (die im Grunde keiner braucht) an die Haushalte zu verschicken. Anlässlich des Alpinitreffens ist es aber wohl zu viel verlangt, dass die Menschen umfassende Informationen erhalten. Es herrscht Ausnahmezustand, von oben herab diktiert, Gesetze, Verordnungen und Regeln werden außer Kraft gesetzt und die Menschen sollen alles stillschweigend akzeptieren. Fakt ist, dass es das Land Südtirol wirklich nicht versteht, sich auch als besonderes Land Südtirol zu vermarkten und zu verkaufen und das ist schade. Wir Südtiroler sind in der Regel ein gastfreundliches Land, hier wird uns die Gastfreundschaft aber politisch aufgedrängt. Sensibilität ist etwas anderes“, schreibt Mair.
(FR)