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Die Freiheitlichen | 03.08.2012 | 10:47
Diskussion über Südtirols Zukunft
Grundsätzliche Übereinstimmungen nutzen! Äußerst seltsame Analyse von Sven Knoll
L.Abg. Ulli Mair
Südtirol kommt derzeit an Diskussionen über eine Zukunft ohne Italien nicht mehr vorbei. Die Frage unserer Unabhängigkeit ist dabei aktueller denn je.
Es ist deshalb absolut begrüßenswert, dass verschiedene politische Bewegungen und Exponenten Zukunftsperspektiven entwickeln und über deren konkrete Umsetzung diskutieren. Wenn etwa ein Karl Zeller einen Freistaat Südtirol begrüßt, aber dessen Umsetzung an der EU scheitern lassen will, dann sollten entsprechende Gutachten in Schottland und Katalonien Zuversicht geben. Grundsätzliche Übereinstimmungen sollten genutzt werden, um über die Probleme im Detail zu debattieren und sie zu lösen. Denn es ist gerade so, wie es die Wochenzeitung FF in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt: Für eine echte Lösung braucht es einen breiten Konsens!
Wenn nun aber ein Sven Knoll das alles als "parteipolitische Streiterei" wertet und als "unüberlegt" und "kontraproduktiv" bezeichnet, dann zeugt das von wenig politischer Weitsichtigkeit und lässt an der Fähigkeit zweifeln, über die Selbstbestimmung hinauszudenken, indem endlich auch einmal die Frage gestellt wird, was nach dieser Selbstbestimmung denn kommen soll! Die Südtirolerinnen und Südtiroler wollen nämlich endlich klare Antworten auf ihre drängenden Fragen, sie wollen Perspektiven und Lösungsansätze. Von diesen klaren Antworten hängt die Erfolgsaussicht unserer Unabhängigkeit ab.
Reine Absichtserklärungen und prinzipielle Willensbekundungen gab es schon zur Genüge. Heute muss es uns vor allem darum gehen, das Anliegen Unabhängigkeit auch außerhalb des eigenen politischen Lagers schmackhaft zu machen. Dazu sind neue Wege notwendig. Denn schlussendlich kommt es in der Politik immer auf eine Mehrheit an. Alles andere ist eigennützige Parteipolitik und Wahltaktik. Schlussendlich sei dem Abgeordneten und Kollegen Knoll gesagt, dass die "Vollautonomie" im Gegensatz zu seiner Ausführung für uns Freiheitliche keine "Zukunftsperspektive" ist.
L. Abg. Ulli Mair
Landesparteiobfrau der Freiheitlichen
(FR)